Bis bald
Montag, 7. Juli 2008
Die Freude an kleinen Nichtigkeiten
Bis bald
Dienstag, 24. Juni 2008
Ein wenig Luxus muss sein...
Sonntag, 22. Juni 2008
Ein wenig Entspannung
gestern hat sich die Welt mal eine Runde ohne mich gedreht. Ich habe bis um sechs Uhr abends den ganzen Tag geschlafen, was auch dringend notwendig war. Schließlich habe ich fast alle Spiele der EM gesehen und war nach dieser Woche doch ein wenig müde. Heute habe ich auch noch frei und es ist ungewohnt, mal zwei Tage etwas völlig anderes zu machen, als auf der Baustelle rumzuhängen. Dort ist es jetzt wieder interessanter geworden, vor allem, weil wir einen neuen Turbineninbetriebnehmer bekommen haben. Thomas ist jetzt nach Indien weiter gezogen. Der Neue ist vom Verhalten ganz anders, aber wir kommen gut zurecht. Es ist immer wieder spannend, sich auf neue Kollegen einzulassen und man kann von jedem etwas lernen. Beide arbeiten sehr gewissenhaft und es macht Spaß, die Dinge zu hinterfragen, wenn etwas unklar sein sollte.
Heute habe ich einen neuen Auspuff für mein Motorbike bekommen und der Sound ist jetzt richtig klasse. Ja, das sind die kleinen Dinge, die mich hier erfreuen. Bei unserem EM-Tippspiel liege ich souverän auf dem letzten Platz und habe wirklich fast alles falsch getippt. Pech gehabt!
Jetzt muss ich mal schnell meine Bude hier aufräumen, denn ich kriege heute noch Besuch und wir wollen zusammen kochen. Vielleicht gibt es bald wieder spannenderes zu berichten...
Bis bald.
Sonntag, 15. Juni 2008
Hue und der Rest
Mitten im Stadtzentrum liegen die Tempel und Pagoden unterschiedlichster Dynastien. Das Wetter war ausgezeichnet und wir haben uns Fahrräder ausgeliehen, um am ersten Tag die Stadt zu erkunden.
Im Gegensatz zu Saigon oder Da Nang fühlten wir uns den Straßen sicher, da der Verkehr etwas ruhiger war.
Am zweiten Tag habe wir dann eine wunderschöne Motorbiketour gemacht. Neben unserem Hotel war ein Café, in dem man die Tour buchen konnte und wir ließen uns von den Dankesschreiben an den Wänden hinreißen, obwohl wir die Besitzerin nicht sehr nett fanden.
Der Guide, der uns den Weg zeigte war aber sehr sehr nett und hat uns eine Menge erklärt. Nicht nur geschichtliches, sondern auch viel über das Leben in den Dörfern und über die Strapazen des Reisanbaus.
Da ist nicht viel an Schlaf denken. dem entsprechend kamen wir sehr müde am nächsten Morgen in Hanoi an und mussten dann noch eine Stunde auf unser Zimmer im Eingangsbereich warten mussten. Ein Glück, denn sonst hätten wir den bekannten Metzger von Hanoi nie getroffen. Morgens um halb sechs Fleischberge auf der Straße zu sehen und den Geruch in der Nase zu haben ist irgendwie ekelhaft gewesen. Den Tag über sind wir dann durch die Altstadt von Hanoi gebummelt. Die Straßen sind sehr eng und es ist sehr laut. Zum Glück konnten wir uns ab und zu in ein nettes Café zurückziehen. Bemerkenswert war, dass ich nach dem Besuch einer Pagode mitten im See von Hanoi, wo geschrieben stand, dass es Glück bringt, wenn man eine Schildkröte im See sieht, auch wirklich eine gesehen habe... Dann kann ja nichts mehr schief gehen.



Nach der Rückkehr nach Hanoi sind wir direkt am Abend wieder zurück nach
Saigon geflogen und hatten dann noch fünf Tage "rumzukriegen". Also konnten wir noch ins Mekong Delta fahren, was wir durch die Benutzung der öffentlichen Busse sehr spannend machten. Man weiß hier nie so genau, ob es jetzt wirklich der richtige Bus ist. Hat aber gut geklappt und die Bootstour in My Tho war sehr schön, da wir nur zu zweit unterwegs waren und uns alles vor dem großen Ansturm der Touristen aus Saigon anschauen konnten. Die Tour war für Touristen
sehr "gut" ausgearbeitet, so dass wir immer die Chance hatten, Souvenirs zu kaufen und auch mittags die völlig überzogenen Preise für ein paar gammelige Schrimps bezahlen durften. Naja,
egal. Nennen wir es mal Entwicklungshilfe für eine arme Region.
Es war ein wunderschöner Urlaub und ich kann euch Vietnam als Urlaubsland nur wärmstens empfehlen. Kommt schnell, denn es ist alles noch sehr billig und touristisch noch nicht so überlaufen. Die Vietnamesen war sehr nett zu uns und es wurde nur einmal versucht uns abzuziehen. Die Unterkünfte waren günstig aber immer ordentlich und sauber. Natürlich muss man auf manchen Luxus verzichten, aber das fällt einem nicht auf, da man so voll von neuen Eindrücken ist.Jetzt bin ich schon wieder eine ganze Weile in Ca Mau. Hier hat die Regenzeit jetzt richtig angefangen und es schüttet manchmal tagelang. Ich habe ein neues Motorbike, da ich mein altes wieder abgeben musste. Alles geht hier so seinen Gang. Seit dem Beginn der Fußball EM sind viele Kollegen häufig sehr müde, da wir doch so manches Spiel sehen wollen. Wir haben mit einem Café ausgehandelt, dass sie für uns aufmachen und wir alle Spiele sehen dürfen. Da ist dann immer eine gute Stimmung und besonders bei der Deutschland-spielen ist die Hölle los. Wir haben Fahnen, Trommeln, Tröten, Ratschen und weiteres notwendiges Equipment um unsere Mannschaft zum Sieg anzuspornen. Hoffentlich klappt es gegen die Ösis. Man kann ja nie wissen.
Mittwoch, 28. Mai 2008
und weiter geht´s
Bevor ich mich dem hemmungslosen Genuss von gehacktem Rindfleisch zwischen leckeren Brötchenhälften hingab, hatte ich noch zwei Stunden zu überbrücken. Wir waren am Strand, sehnsüchtig ging mein Blick gen Himmel und ich sah viele Drachen in der leichten Brise. Für die Vietnamesen hat einfaches Drachensteigenlassen irgendeine spirituelle Bedeutung, der ich mich natürlich nicht verwehren wollte. Also schnell zum Verkaufstand und für einen Euro einen kleinen Drachen mit extra Schnur gekauft.

Ist das chillig? Ich sag: "Ja, das ist geschmeidig."
Gut, nach einer Stunde spritueller Drachenerfahrung war es dann genug für mich ungeduldige Natur und der Hunger trieb uns weiter. Was sollte ich nun mit dem Drachen machen? Mitnehmen, als ach so schönes Erinnerungsstück? Wegschmeißen? Nee, alles Mist. In der Nähe saß eine junge vietnamesische
Familie, die jetzt nicht sehr wohlhabend aussahen und das kleine Mädchen beobachtete mich eine ganze Weile. Also habe ich ihr meinen Drachen geschenkt und das Lächeln war mehr wert, als jeder dumme Euro.
Auf dem Foto sieht sie etwas überfordert aus, aber sie wusste nicht, ob sie in die Kamera oder in den Himmel schauen sollte.Das war schön.
... die "Übernachtung" im Bus King Long war wirklich kaum zu ertragen und an viel Schlaf war nicht zu denken. Mitten in der Nacht fuhren wir dann mal rechts ran, um kurzfristig einen Reifen zu wechseln, alles nicht so entspannt. Folglich kamen wir sehr müde in Hoi An an und nach ein wenig Suchen haben wir uns dann im Hotel bei einer frischen Dusche und einem Nickerchen enspannt. Anschließend stand die Erkundung der Stadt und die Zufuhr des Frühstückes auf dem Programm. Hoi An hat einen historischen Stadtkern mit tollen alten Häusern, in denen fast überall Schneider ihre Waren anbieten.

Michael Jackson ist auch an Board! Der malerische Hafen
Jetzt ein Paar Worte für alle Freunde der "Lonely Planet" Reiseführer:
Hier in Vietnam ist es der am häufigsten gekaufte und somit meistbenutzte Reiseführer. Das heißt, dass alle als Geheimtip titulierten Orte total überlaufen sind und alle empfohlenen Restaurants doppelt so teuer sind und mit der Empfehlung auch gerne Werbung machen. Er war sehr hilfreich, da er voller Infos ist, hat aber mit "lonely" nichts mehr gemein. Ein wirklicher Geheimtip für Hoi An ist das Restaurant Bobo, indem die Eigentümer sehr nett sind und das Essen einfach spitze. Dazu ein super Preis-Leistungs- verhältnis. Steht auch nicht im Lonely Planet.
...
Am nächsten Morgen ging es um halb sechs zu den Tempelanlagen der Cham "My Son" mitten im Urwald. Wahnsinn, der Urwald ist so laut, überall surren die Käfer und singen die Vögel. Die Tempel sind stark zerstört worden, aber trotzdem beeindruckend. Sie wurden zwischen dem siebten und dreizehnten Jahrhundert aufgebaut und sind mittlerweile Unesco Weltkulturerbe.
Und was ist auf dem rechten Bild zu erkennen?Ein Pfeiler eines griechischen Tempels? Falsch! Ein versteinerter Baumstamm? Auch falsch! Eine noch nicht detonierte Bombe? Zum Glück nicht!
Es ist ein Stein Lingam! Auf Deutsch kann man rein kulturell betrachtet auch Phallussymbol zum Ausdruck der Kraft des Gottes sagen.
Damit mach ich mal Schluss für heute, im nächsten Blog geht es mit dem Zug zur schönsten Stadt in Zentralvietnam. Hue!
Bis dann...
Montag, 26. Mai 2008
der allerschönste Urlaub
nach langer Pause will ich euch jetzt mal von meinem Urlaub berichten. Am Samstag habe ich Steffi (ja, meine Freundin) in Saigon vom Flughafen abgeholt und wir haben uns erstmal, nach Bezug des Hotels, in der Stadt umgesehen und waren lecker Essen.
Der Plan war, dass wir in zweieinhalb Wochen von Saigon,im Süden von Vietnam, nach Norden bewegen und uns dann da länger aufhalten, wo es uns gut gefällt. Alles war sehr flexibel, da die Fortbewegung von einer Stadt in die andere sher einfach war und wir nichts vorher buchen oder reservieren mussten.
Also sind wir mit einem Reisebus am nächsten Morgen nach Mui Ne an den Strand gefahren, um uns erstmal zu erholen. Ach ja, Bilder sagen mehr als tausend Worte. Hier also der Strand von Mui Ne:


Am Folgetag, nachdem wir uns ausreichend von der Fahrt erholt hatten, haben wir uns Fahrräder ausgeliehen und sind durch Erdbeerfelder ins Tal der Liebe gefahren. Gerade angekommen fing es dann für zwei Stunden an, heftig zu regnen, so dass wir die meiste Zeit mit anderen Besuchern unter einem Vorstand hockten und gewartet haben. War aber nicht schlimm und soll auch nicht als schlechtes Omen gewertet werden.

Dienstag, 22. April 2008
Ingenieursvoodoo
Habt ihr auch solche Tricks auf Lager?







